Solaranlagen: Zuschuss bei der Kreditaufnahme
Die Investitionskosten für eine Solaranlage können durch die Einspeisevergütung und durch den staatlichen Zuschuss von Kreditgesellschaften schnell wieder amortisiert und refinanziert werden.
Die Branche der erneuerbaren Energie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Leitmarkt neben dem Maschinen- und dem Fahrzeugbau entwickelt. Ziel ist es, bis zu dem Jahr 2050 etwa 50 Prozent der in Deutschland benötigten Primärenergie aus dem Netz der erneuerbaren Energiequellen zu Verfügung stellen zu können. Zu diesen auch regenerative Energien genannten Quellen gehören die Solarthermie, die Fotovoltaik, die Geothermie, die Bioenergie, die Wasserkraft und die Windkraft. All diese Energiequellen verbrauchen während des Anlagenbetriebs keine Energie aus fossilen Quellen wie zum Beispiel der Steinkohle, der Braunkohle, das Erdöl oder Erdgas.
Ein weiteres Ziel, das durch die zunehmende Nutzung dieser erneuerbaren Energien realisiert werden soll, ist die Abnahme der Emissionen von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre. Bis zum Jahr 2020 sollen circa 20 Prozent des Kohlenstoffdioxidausstoßes eingespart werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind auch Energieeinspargeräte sehr effizient, da diese den Anteil des Stromverbrauchs aus den fossilen Energiequellen beträchtlich minimieren können. Weitere wichtige Maßnahmen zur Einsparung von zum Beispiel der Heizenergie sind nachträgliche Dämmungen an Altbauten, um auf diese Weise letztlich auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Jeder Wohneigentümer kann mit der Installation einer Solaranlage die eigenen Stromkosten erheblich reduzieren und durch die Einspeisung von ökologischem und klimafreundlichem Solarstrom den Anteil von Energie aus fossilen Quellen im Netz reduzieren. Diese Vergütungssätze, die der regionale Netzbetreiber an den Anlagenbetreiber abführen muss, sind für die 20 Jahre nach der Montage und dem Netzanschluss für den Netzbetreiber gesetzliche verpflichtend. Die Vergütungssätze selbst sinken je Kilowattstunde von Jahr zu Jahr, weshalb es lohnender ist, möglichst in der nahen Zukunft sich für eine Solaranlage zu entscheiden.
Auf der einen Seite wird die Solaranlage also durch die Vergütungssätze staatlich gefördert. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Möglichkeit, bei der Kreditaufnahme für eine solche Anlage einen staatlichen Zuschuss von 20 Prozent zum Kaufpreis zu erhalten. Hierfür müssen allerdings einige Anforderungen von der zu installierenden Anlage erfüllt werden. Wichtig ist auch, dass die Kreditinstitute kein Eigenkapitalanteil des Antragstellers fordern und in der Regel in eine Kreditzusage und dem Solaranlagen-Zuschuss einwilligen.
07.09.2010