Yoga-Ausbildung: Das eigene Hobby zum Beruf machen
Yoga ist auch derzeit im Westen bekannt und beliebt als sichere Methode, um Gesundheit und Wohlbefinden auf sanfte Weise zu verbessern. Ausbildungen in diesem Bereich bieten sich auch neben den Beruf an.
In der heutigen Zeit fällt oft das Wort Yoga, wenn man einen Weg sucht, um sein körperliches und geistiges Leben wieder in Einklang zu bekommen. Es handelt sich hier um eine Reihe von Übungen, körperliche und geistige, die vor allem auch der Konzentration und der Sammlung dienen. Yoga ist die über tausend Jahre alte indische philosophische Lehre, die ihren Fokus vor allem bei einem bewussten Lebensstil hat. Die Kombination aus bewussten Übungen und tiefer Atmung mit innerer Zentrierung findet auch wegen ihrer Heilkraft für den körperlichen und geistigen Zustand des Menschen immer mehr Anhänger. Schätzungen zufolge praktizieren bereits über 5 Millionen Menschen in Deutschland Yoga, und es werden täglich mehr. Nach Durchlaufen einer mehrjährigen Ausbildung zum Yogalehrer kann man selbst auch Yoga-Unterricht anbieten. Dieser umfasst meist mehr als die Anleitung zu den körperlichen Übungen, aber auch die Philosophie des Yogas wird in den Kursen angesprochen. Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt aber bei den Körperübungen, Atemübungen und der Tiefenentspannung.
In einer Yoga-Ausbildung werden die notwendigen Grundlagen für die spätere Arbeit mit Praktizierenden gelehrt und vor allem auch selbst eingeübt. Vermittelt werden unter anderem Kenntnisse in der Geschichte des Yoga, der verschiedenen Yogawege oder -richtungen, der yogischen Lebensführung und Ernährung. Ausbildungen werden auch von privaten Einrichtungen angeboten; hier sind vor allem Intensiv-Ausbildungen mit einer Dauer von wenigen Wochen beliebt. In abgelegenen Häusern führen die Auszubildenden tagtäglich konzentrierte Übungen durch; die Ausbilder sprechen von zahlreichen persönlichen Entwicklungen und einer gesteigerten Lebensenergie. In Vorträgen und Workshops wird die Theorie durchgenommen; in Kleingruppen werden dann erste Unterrichtserfahrungen gesammelt. Selbst wenn man später nicht als Yogalehrer arbeiten will, werden diese Intensivkurse von Erfahrenen als Weg zum physischen und psychischen Wachstum empfohlen.
Andere Ausbildungsschulen bieten nebenberufliche Ausbildungen zum Yogalehrer an, die mindestens vier Jahre dauern. Hier werden feste Ausbildungsgruppen gebildet; die Auszubildenden werden im gesamten Zeitraum von Dozenten betreut. Die Prüfung findet dann in einem festgelegten Rahmen an der Schule statt. Bei erfolgreichem Durchlaufen der Ausbildung erlangt man eine Zertifizierung zum Yogalehrer, die in den meisten Fällen auch außerhalb Deutschlands anerkannt wird. Nach der Zertifizierung zum Yogalehrer, ob im Rahmen einer vierjährigen oder vierwöchigen Ausbildung, ist es möglich, an Volkshochschulen, Sportinstituten oder auch freiberuflich Yoga-Kurse und -Unterricht anzubieten. Hierdurch kann man das Gelernte weitergeben und auch für sich selbst in der Praxis vertiefen.
14.09.2010